Mehr Frauen in die Politik?! Vortrags-/Diskussionsveranstaltung

Im Vorfeld der Gemeinderatswahl 2014 kommt die Gesprächsrunde zum neuen Kommunalwahlrecht gerade recht. Acht VerteterInnen von kommunalpolitisch aktiven Parteien und Gruppierungen in Freiburg stellen sich der Frage, wie sie diese Gesetzesänderungen für gleiche Zugangschancen umsetzen. Mit einer Einführung von Frau Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski (Universität Kassel) zur Situation beim Nachbarn Frankreich, wo übrigens bereits seit 2001 Geschlechtergerechtigkeit durch das Parité-Gesetz zwingend vorgeschrieben ist.

Dienstag,
19.11.2013

19:30 Uhr
Historisches Kaufhaus,
Kaisersaal
– die Teilnahme ist kostenlos –
(Veranstaltungs-Flyer)

Auf dem Papier gibts es also ein neues Kommunalwahlrecht, mit dem Ziel, gleiche Zugangschancen für Männer und Frauen zu schaffen. Der Landtag von Baden-Württemberg hat ein sogenanntes “Reißverschlussverfahren” beschlossen, nach dem Bewerberinnen und Bewerbern für einen Wahlvorschlag gleichermaßen berücksichtigt werden sollen.

Welche weiteren Schritte sind nun erforderlich, damit eine geschlechtergerechte Repräsentanz von Frauen in der Politik tatsächlich erreicht wird?

Ganz klar vonnöten ist eine veränderte Sitzungskultur mit neuer Flexibilität und besseren Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Politik, damit junge Frau ein politisches Mandat annehmen können trotz “biographischer Rushhour”. Denn es ist ein Riesenproblem, junge Frauen zu finden, die zum einen wollen und wo es in die Lebensplanung passt!

Für sie besteht nämlich die große Herausforderung darin, in dieser Lebensphase 20 bis 30 Stunden Aufwand an wöchentlicher Ehrenamts-Arbeit zu leisten, wie es in der Kommunalpolitik einer Großstädt üblich ist. So muss einfach eine Diskussion darüber erfolgen,  wie eine Aufwandsentschädigung für solch ein Mandat aussehen kann. (Auch ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) wäre schon sehr hilfreich.)

Ganz sicher werden viele Frauen aus Freiburg diesen Abend besuchen und auch die Männer dürfen sich auf eine spannende Diskussion freuen, die von der Politologin Dr. Beate Rosenzweig moderiert wird.

Veranstaltet von der Kontaktstelle Frau und Beruf der Stadt Freiburg und der Volkshochschule Freiburg. Unterstützt von der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau (Stadt Freiburg).

www.frauundberuf.freiburg.de / www.vhs-freiburg.de

Übrigens: Frauen sind bislang deutlich unterrepräsentiert: In baden-württembergischen Kommunen sind sie mit 22 Prozent, in Freiburg mit 33 Prozent vertreten.

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