AG Bildung im Wandel

Bildung im Wandel (BIW) ist eine seit 2013 bestehende Untergruppe von Freiburg im Wandel (FIW). Hier treffen sich in unregelmäßigen Abständen Vertreter von nachhaltigkeitsorientierten Gruppen und anderen Akteuren, denen demokratische Beteiligung und zukunftsfähige Bildung bereits vom Schulalter an am Herzen liegen.

So beteiligen sich an BIW z.B. VertreterInnen des Eine Welt Forums Freiburg e.V., der Freiburger Ökostation, des fesa e.V., der Pädagogischen Hochschule Freiburg und des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen).

In 2015 findet zum dritten Mal eine Herbsttagung statt, die die Kooperation von Schule und Zivilgesellschaft anstrebt.

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AnsprechpartnerInnen
Regina Weiser, 0761/ 42 99 62 00
Wolfgang Roth, 0761/ 34040

Hintergrund
Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Weltdekade der Vereinten Nationen (2005-2014)

Interessante Materialien zur Bildungsthematik

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Unser aktueller Schwerpunkt: Kooperation von Zivilgesellschaft und Bildungssystem

In allen Kommunen sind zivilgesellschaftliche Organisationen (Vereine, NGOs/NPOs) in nahezu allen Bereichen aktiv: der Ökonomie und Ökologie, des Wohnens und Arbeitens, der Mobilität auf den Straßen, in der Luft und im Internet, der Kultur und Kunst, des globalen Lernens, der Konfliktbearbeitung, der körperlichen und geistigen Fitness, der Moral und Ethik und der Lebensstilgestaltung. Sie entwickeln und engagieren sich für zukunftsweisende Konzepte und Ideen und geben einen tiefen Einblick in gesellschaftliche und globale Diskussionen, Strukturen und Problemlinien. Sie sprechen das Mittun-Wollen und die Engagementbereitschaft von Kindern und Jugendlichen an und stellen ein hervorragendes Instrumentarium dar, in die Gesellschaft hineinzuwachsen, zur Sozialisation also.

Wir wollen den Kontakt dieser ‘Zukunftslabors’ mit den Schulen verstärken, damit sie ihrem Bildungsauftrag in zeit- und zukunftsgemäßer Weise noch besser gerecht werden können: SchülerInnen bei der Gestaltung ihres Lebens im Hier und Heute unter Berücksichtigung von Erfahrung und moralisch-sozialer Orientierung in der Kommune gestalten zu helfen und sie für eine positive Zukunft als Erwachsene in unserer Gesellschaft vorzubereiten.

Besonders die Situation, dass die Schulen mehr und mehr auf Ganztagsbetrieb umstellen, scheint für eine solche Kooperation günstig, da sie den Schulen Entlastung und den Gruppen ein Forum für die Darstellung ihrer Bildungsinhalte im Rahmen der Bildungspläne und fürs Mittun ermöglicht.

Deshalb ist der Schwerpunkt von Bildung im Wandel seit 2013 eine Unterstützung der Kooperation von Zivilgesellschaft und Bildungssystem (derzeit insbesondere die Schulen).

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Veranstaltung 2014

Veranstalter: Bildung im Wandel (BiW) – als Teil von „Freiburg im Wandel“ & Pädagogische Hochschule Freiburg

Verantwortlich: Prof i. R. Dr. Wolfgang Roth, Pädagogische Hochschule Freiburg
Email: mail{ät}wolfgang-roth.org;  Tel.: 0160/ 979 322 18

 

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Veranstaltung 2013

Unsere Veranstaltung „Bildungspalette in Freiburg“ am 24.3.2013 im Anschluss an die Frühjahrskonferenz von FIW war sehr erfolgreich und hat erfreuliche Ergebnisse mit interessanten Ansätzen zutage gebracht, die es weiter zu entwickeln gilt.

Aus dieser Auftaktveranstaltung entstanden ist mit „Bildung im Wandel“ ein Netzwerk, das angetreten ist, um Räume zu erschließen, Potentiale für mehr Bildung für Nachhaltigkeit in Freiburg zu realisieren. Teilnehmende Organisationen sind u.a. das Eine Welt Forum Freiburg, freiburger bündnis eine schule für alle, die Ökostation Freiburg, das Projekt Lebensdorf, der Treffpunkt Freiburg, ALEA – anders Leben, der Südwind Freiburg.

Durch die Vielfalt der (oft heiß) diskutierten Themen wurde auch deutlich, wie nah beieinander unsere Vorstellungen von guter Bildung liegen:

  • Grundhaltungen und Inhalte vermitteln einer Gesellschaft, in der wir alle leben wollen
  • dafür sorgen, dass sich junge Menschen als Teil der Gemeinschaft fühlen und sich dort entfalten können
  • Ermutigung zu Selbstverständigung und Entscheidungsautonomie
  • drängende Themen unserer Zeit verstehen
  • Antworten darauf, wie jeder einzelne dazu beitragen kann, unsere Gesellschaft zu entwickeln und zu reformieren

Das betrifft im wesentlichen Angebote von engagierter Bildungsarbeit zu den Bereichen

  • Persönlichkeitsbildung
  • Lernen lernen
  • Vernetztes Denken
  • Teilhabe/ Partizipation, d.h. weniger „Vorgaben von oben“
  • Raum für Entfaltung und Weltaneignung
  • Selbsterfahrung von eigenen Interessen und Werten
  • Selbstwahrnehmung von Körper und Geist
  • Stärken stärken und Schutz bieten
  • Geborgenheit von Gemeinschaft vermitteln durch Spielregeln
  • Einfühlungsvermögen und Partnerschaftlichkeit
  • Grenzen der anderen respektieren (auch Freiheit der anderen)
  • exemplarisches Lernen, bsp. durch ein Projekt „Lebensgarten“
  • Wissen informell und interdisziplinär aufbereiten, niederschwellig und konkret („Kinderfragen“)

 Wie geht es weiter?
Es gibt einen Koordinationskreis von ca. 9 Aktiven, der sich zunächst vor allem der Erforschung der der reichhaltigen Freiburger Bildungslandschaft widmet:

  • Transparenz der bestehenden Akteure und Netzwerke schaffen
  • nicht vorhandenes Wissen sichtbar machen
  • Veränderung der normalen Schulen mit möglichst vielen Bündnispartnern
  • Entwickeln eines „Katalog-Konzeptes“ von außerschulischen Bildungsträgern
  • Gegenseitige Rückenstärkung der Netzwerk-Mitglieder möglich machen
  • zielstrebig auf Schulen und Lehrerfortbildungseinrichtungen zugehen

Angedacht ist ein anschließender Workshop im Spätsommer/Herbst 2014

  • „Wie lassen sich die Verhältnisse in den Regelschulen verbessern?“
  • „Wie kann man in der Schule Raum schaffen für außerschulische Angebote?“
  • „Was ist der Mehrwert der aktuellen zivilgesellschaftlichen Ansätze?“
  • „Wie kann man sich von alten Strukturen verabschieden?“
  • „Was ist für einem lokalen Bildungsgipfel zu bedenken und vorzubereiten?“
  • „Was sind konkrete Bedürfnisse von unterschiedlichen Zielgruppen?“
  • „Gerechte Bildungschancen und lokale Bildungsstrategien“
  • „Modelle von kombinierten Lernangeboten“